Kreis Soest – Es gibt einen dritten positiven Wildvogel-Geflügelpestfall im Kreis Soest. Für einen am Teich im Bad Sassendorfer Kurpark von Bauhofmitarbeitern der Gemeinde gefundenen Schwan hat das Labor des Chemischen und Veterinäruntersuchungsamtes Westfalen (CVUA) am Standort Arnsberg das Influenzavirus H5 nachgewiesen. Das Friedrich-Löffler-Institut hat die hochpathogene Variante N8 am Freitag, 27. Januar 2017, bestätigt.
Der Veterinärdienst des Kreises hat per Allgemeinverfügung einen Sperrbezirk mit einem Radius von einem Kilometer und ein Beobachtungsgebiet mit einem Radius von drei Kilometern eingerichtet. In den beiden Bereichen gelten Einschränkungen für Halter und Vermarkter von Geflügel, die in der Verfügung genannt werden. Darüber hinaus gilt kreis- und landesweit weiter die Stallpflicht für sämtliches Geflügel, also auch für privat gehaltenes. Tauben und Ziervögel sind von dieser Regelung nicht betroffen. Im Sperrbezirk und im Beobachtungsgebiet dürfen Hunde und Katzen nicht mehr frei laufen gelassen werden. Es handelt sich um eine übliche Vorsichtsmaßnahme, damit diese infizierte Wildvögel nicht verschleppen.
Professor Dr. Wilfried Hopp, Chef des Veterinärdienstes der Soester Kreisverwaltung, betont in diesem Zusammenhang, dass sich Spaziergänger im Bad Sassendorfer Kurpark keine Sorgen machen müssten. „Nach allen derzeit bekannten wissenschaftlichen Erkenntnissen ist das Virus für Menschen nicht gefährlich. Weltweit sind keine Erkrankungsfälle bekannt“, so der Leitende Kreisveterinärdirektor. An dieser Einschätzung ändere auch ein mittlerweile an gleicher Stelle aufgefundener zweiter toter Schwan nichts.